Hartes und weiches Wasser – so reagieren unsere Haare

So verschieden die Menschen sind, so verschieden sind auch Haare und die passende Pflege. Bei der Wahl der richtigen Pflege wird eines oft vernachlässigt: das Wasser. Jedes Leitungswasser setzt sich unterschiedlich zusammen. Wichtig für die Haarwäsche ist in erster Linie die Wasserhärte, die den Kalkgehalt des Wassers angibt. Je nach Härtegrad gibt es ein paar „typische“ Reaktionen der Haare.

 

Das macht hartes Wasser mit den Haaren

Hartes Wasser enthält viel gelöstes Calcium und Magnesium. Zum Trinken ist es hervorragend. Die gelösten Mineralstoffe sind wichtig für den Körper und geben dem Wasser einen guten Geschmack. Haare jedoch können von kalkhaltigem Wasser rau und spröde werden. Kalk kann auch eine trockene Mähne verursachen. Bei gefärbten Haaren hält die Farbe oft nicht so lange, wenn sie mit hartem Wasser gewaschen werden. Manche mögen Kalk nicht, weil er die Haare stumpf wirken lässt, andere lieben ihn, weil die Haare voluminöser werden und sich leichter stylen lassen.

Der Wasserhärtegrad wirkt sich auch auf das Shampoo aus. Hartes Wasser neutralisiert die Waschleistung zum Teil. Somit braucht man viel mehr Pflegeprodukte als bei weichem Wasser. Das Shampoo schäumt nur wenig oder gar nicht, dafür lässt es sich leicht wieder auswaschen aus den Haaren. Beim Styling kann meist getrost auf Schaumfestiger und Haarspray verzichtet werden. Bei dünnen Haaren kann kalkhaltiges Wasser vorteilhaft sein.

 

Wie sich weiches Wasser bei der Haarpflege auswirkt

Im Gegensatz zu hartem Wasser enthält weiches Wasser nur wenig Calcium und Magnesium. Manche empfinden den Geschmack als eher sauer, dafür gibt es kaum Probleme beim Putzen oder mit verkalkten Geräten. Weiches Wasser lässt auch die Haare weich werden. Bei dickem, widerspenstigem Haar ist das bestimmt vorteilhaft.

Das Shampoo schäumt gut, eine kleine Menge reicht aus, um die Haare sauber zu bekommen. Problematisch wird es beim Ausspülen. Es muss lange und gründlich gespült werden, bis Pflegeprodukte ganz verschwunden sind. So bleiben meist Rückstände von Shampoo, Conditioner und Kur im Haar zurück und beschweren es.

Nach dem Waschen mit weichem Wasser hat das Haar meist weniger Volumen. Viele empfinden, dass die Haare auch schneller fettig werden. Das liegt mitunter an den Produktrückständen, die nicht vollständig ausgespült werden konnten. Zum Stylen werden meist wieder Produkte benötigt: Schaumfestiger und Haarspray sind nur die Grundausstattung.

 

Abhilfe bei hartem Wasser

Helfen kann man sich einerseits mit speziellen Antikalkshampoos, die Rückstände von Mineralien entfernen. Diese sind sowohl in gewöhnlichen Drogeriegeschäften erhältlich, als auch im Fachhandel beim Frisör.

Viele schwören auch auf eine selbstgemachte Spülung. Dazu werden mit einem Liter normalem Leitungswasser zwei Esslöffel Essig oder Zitronensaft verrührt. Dosieren Sie Essig und Zitronensaft eher vorsichtig, die enthaltene Säure trocknet Kopfhaut und Haare ansonsten schnell aus.

Eine andere Möglichkeit ist, die Haare mit abgekochtem oder gefiltertem Wasser zu spülen. Manche kaufen auch Flaschenwasser. Hier sollte aber darauf geachtet werden, dass es sich um Mineralwasser mit möglichst wenig Calcium und Magnesium handelt. Ansonsten verschlimmert sich das Problem möglicherweise.

Eine praktischere Alternative ist der Einbau einer Enthärtungsanlage – so fließt nur mehr weiches Wasser durch Ihr Zuhause. Die Anschaffung eines solchen Geräts ist zwar etwas teurer, macht sich aber schnell bezahlt. Neben den Haaren werden es Ihnen auch Kaffeemaschine und Dusche danken.

 

Wenn die Haare an anderen Orten streiken

Vielleicht haben Sie schon einmal im Urlaub bemerkt, dass Ihr Haar ganz anders auf die übliche Pflege reagiert. Ausschlaggebend dafür ist die ungewohnte Wasserhärte. Die schlechte Nachricht lautet, dass sich das Haar meist nicht oder nur gering an die neue Wasserhärte anpasst. Sie ziehen um und wissen, dass Sie am neuen Ort eine andere Wasserhärte erwartet? Dann werden Sie möglicherweise Ihre Haarpflege umstellen müssen. Bevor Sie lange herumexperimentieren und womöglich Ihre Haare strapazieren, fragen Sie lieber beim Frisör nach. Dort wird Ihnen professionell weitergeholfen.

Das macht kalkhaltiges Wasser mit unserer Haut

Unsere Haut ist unser größtes Organ. Sie reguliert die Körpertemperatur und verteidigt uns gegen Bakterien und Viren. Täglich kommt sie mit Wasser in Berührung – beim Händewaschen, Duschen und auch beim Wohnungsputz. Vielleicht ist Ihnen im Urlaub die Haut schon einmal ganz anders vorgekommen. Sie spannt vielleicht, wird schuppig oder rot. Vielleicht haben Sie aber auch Verbesserungen bemerkt und konnten auf Feuchtigkeitscreme und Co. verzichten. Wieso das so ist? Die Antwort liegt in der Wasserhärte.

 

Was bedeutet hartes Wasser für die Körperpflege?

Hartes oder kalkhaltiges Wasser hat einen hohen Mineralgehalt. Es sind die Mineralien Calcium und Magnesium, die für den Wasserhärtegrad verantwortlich sind. Zum Trinken sind diese Zusatzstoffe gesund. Wer hartes Wasser zuhause hat, ärgert sich aber gewiss über verkalkte Flächen im Bad und in der Küche. Kalk sieht nicht nur unappetitlich aus, sondern kann Geräte wie Kaffeemaschine oder Bügeleisen sogar schwer beschädigen. Wie kalkhaltig das Trinkwasser ist, ist von Ort zu Ort unterschiedlich. In unserer Kategorie Wasser testen erfahren Sie, wie Sie die Wasserhärte herausfinden.

So wie sich Mineralien im Wasserkocher oder auf den Badfliesen ablagern, können sie auch auf der Haut zurückbleiben. Manche Menschen bemerken den Unterschied zwischen weichem und hartem Wasser gar nicht, andere reagieren sehr stark darauf. Allgemein treten bei weichem Wasser aber seltener Probleme auf. Da nur wenig Mineralstoffe enthalten sind, fühlt es sich für die Haut weicher an. Ungesund ist hartes Wasser aber prinzipiell nicht.

 

Kalkhaltiges Wasser und unsere Haut: Diese Probleme gibt es

Auch wenn jede Haut anders reagiert, gibt es ein paar typische Auswirkungen von hartem Wasser. Ist die Haut nicht an den Kalk gewöhnt, spannt und juckt sie meist. Solche Erfahrungen haben Sie vielleicht schon im Urlaub oder nach einem Umzug gemacht. Bei hartem Wasser steigt auch der Seifenverbrauch. Die Mineralien im Wasser verbinden sich mit den Reinigungsstoffen im Duschgel oder Shampoo und neutralisieren es zum Teil. Das erkennen Sie daran, dass es nicht mehr so gut schäumt. Somit benötigen wir automatisch mehr, um Haut und Haare sauber zu bekommen.

Unsere Haut hat eine Schutzbarriere. Sie wirkt rückfettend und soll das Austrocknen verhindern. Die Mineralstoffe im harten Wasser greifen diese Barriere an und verursachen bei vielen Menschen Probleme mit trockener Haut. Zugleich kann der Kalk schuld sein an Hautunreinheiten. Mineralien und Produktrückstände verstopfen die Poren, Mitesser und Pickel sind die Folge.

 

Studie zeigt: Kalk fördert Ekzeme

Die Haut von Kindern ist besonders empfindlich. Eine Studie von Wissenschaftlern der Nottingham-Universität konnte feststellen, dass ein direkter Zusammenhang zwischen Kalk und Ekzemen besteht. Bei Kindern mit Neurodermitis wurden medizinische Wasserenthärter im Haushalt installiert. Nach einigen Wochen konnte beobachtet werden, dass sich Ekzeme dadurch deutlich lindern. So sind nicht immer Medikamente notwendig, um Hautkrankheiten zu lindern.

Auch andere Studien kommen zum Ergebnis, dass Neurodermitis in Regionen mit hartem Wasser öfter auftritt. Dazu muss man nur in den Apotheken nachfragen. In Gegenden mit kalkhaltigem Wasser werden weit mehr Produkte gegen Ekzeme verkauft. Forscher sehen hier einen direkten Zusammenhang.

 

Lösungen gegen Kalk – holen Sie sich Wellnessgefühl in Ihr Badezimmer

Wenn sich Ihre Haut so verkalkt anfühlt, wie die Wände Ihrer Dusche aussehen, ist eine Enthärtungsanlage die einzige zuverlässige Lösung. Solche Geräte gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Sie können sich für einen Enthärter entscheiden, der nur in der Dusche installiert wird, oder gleich eine Anlage für das gesamte Haus anschaffen.

Abhilfe können auch bestimmte Pflegeprodukte schaffen. Spezielle Cremes bekämpfen Juckreiz und Trockenheit. Bei Problemen mit Akne oder trockener Gesichtshaut können womöglich Reinigungswasser helfen. Sie reinigen die Haut ausreichend, sodass Sie kein Leitungswasser an Ihre Haut lassen müssen. Alternativ hilft es vielleicht auch, das Gesicht mit gefiltertem oder destilliertem Wasser zu waschen. Treten Probleme vorwiegend im Urlaub auf, ist es sinnvoll, dort mit mineralarmen Wasser aus der Flasche das Gesicht zu waschen.

Wenn Sie sich entschließen, auf enthärtetes oder gefiltertes Wasser umzusteigen, werden Sie einige Veränderungen bemerken. Die Haut wird sich nach dem Waschen mitunter etwas „fettig“ anfühlen. Keine Sorge, das ist ganz normal und Ihre Haut wird auch wirklich sauber. Sie spüren nur – vermutlich zum ersten Mal – die natürliche Hautbarriere! Um sicher zu gehen, dass Ihr Hautproblem wirklich mit dem Leitungswasser zusammenhängt, fragen Sie am besten einen Arzt. Hautärzte können Ihnen zuverlässige Tipps für Ihre persönliche Situation geben.

Wie Wasserhärte entsteht und sich auswirkt

Viele empfinden hartes Wasser als lästig. Im Haushalt bringt der Kalk einige Probleme mit sich, etwa ständiges Putzen, Entkalken oder gar kaputte Geräte. Aber wieso ist unser Trinkwasser eigentlich hart? Um das zu verstehen, unternehmen wir einen Abstecher in die Natur.

 

Hartes Wasser – die Antwort liegt im Wasserkreislauf

Wasser ist in der Natur ein hervorragendes Lösungs- und Transportmittel. Das ist auch der Grund, warum Kalk überhaupt in unser Trinkwasser kommt. Wenn es regnet und Wasser im Boden versickert, kommt es mit kalkhaltigem Gestein in Berührung und reichert sich damit an – das Grundwasser wird hart. Wie kalkhaltig das Trinkwasser ist, ist von Region zu Region verschieden. Das hängt einerseits natürlich mit der Zusammensetzung des Bodens zusammen, andererseits wird nicht überall gleich viel Grundwasser zur Trinkwasserversorgung verwendet.

Wer den Kalk aus dem Wasser entfernen möchte, setzt im Haushalt meist auf eine Enthärtungsanlage. In der Natur erledigt das der Wasserkreislauf von selbst. Wenn Wasser verdunstet, bleibt der Kalk nämlich zurück – das kennen Sie bestimmt von Kalkflecken auf Küchenarmaturen und Duschwänden. Das Wasser steigt im natürlichen Kreislauf in Wolken auf, der Kalk bleibt auf der Erde. Durch die Verdunstung in der Natur wird Wasser bestens gereinigt.

 

Calcium, Magnesium und die Chemie dahinter

Der Kalk im Wasser setzt sich aus verschiedenen Mineralien zusammen, Calcium und Magnesium sind die beiden wichtigsten davon. Sie werden auch Härtebildner genannt. Die genaue chemische Bezeichnung für die Härte im Wasser ist Calciumhydrogencarbonat. Und das entsteht, wenn Kohlenstoffdioxid im Wasser mit Kalk reagiert. Einfach ausgedrückt: die natürliche Kohlensäure im Wasser löst den Kalk aus dem Kalkgestein. Und der bleibt in Form von Calciumhydrogencarbonat im Trinkwasser.

Jeder von uns verbraucht rund 135 Liter Wasser Tag für Tag, davon trinken wir aber durchschnittlich nur ein bis zwei Liter. Im Trinkwasser gelöstes Calcium und Magnesium ist gesund für den Menschen. Fast 99% des Wassers, das wir verbrauchen, fließt aber nicht durch unseren Körper, sondern durch unsere Haushaltsgeräte. Und für Wasserkocher, Kaffeemaschine oder Boiler ist Kalk alles andere als gesund. Bei hartem Wasser verkalken Heizstäbe und Heizspiralen. Leitungen und Rohre verstopfen und lassen Wasser nur mehr langsam durch. Auch der Energieverbrauch steigt. Bereits bei einer Kalkschicht von einem Millimeter – etwa am Boden Ihres Wasserkochers – wird zehn Prozent mehr an Energie benötigt. Beim Waschen wird mehr Seife oder Waschmittel gebraucht. Kalk bindet nämlich Reinigungsmittel und erhöht somit Ihre Haushaltsausgaben.

 

Wieso lagert sich der Kalk ab

Probleme mit Kalk entstehen meist dort, wo Wasser erhitzt wird. Denn ab 60°C fällt der Kalk aus und lagert sich an Boilern oder Leitungen ab. Dafür verantwortlich ist die sogenannte Karbonathärte – im Wasser gelöstes Calcium und Magnesium. Das Gegenstück dazu ist die Nichtkarbonathärte. Diese besteht aus den anderen im Wasser gelösten Mineralien und verändert sich beim Erhitzen nicht. Beide zusammen ergeben die Gesamthärte, die Sie selbst mit Hilfe von einfachen Mitteln bestimmen können.

Wenn Sie Ihre Gesamthärte kennen, wissen Sie aber nicht die Karbonathärte. Bei einem Wasserhärtegrad von 20°dH und einem Jahresverbrauch von 150 Kubikmetern Wasser werden mehr als 50 Kilogramm Kalk jährlich durch den Haushalt gepumpt. Wieviel davon Karbonathärte ist und sich ablagert, kann man nicht pauschal sagen. Einige Kilo Kalk bleiben bestimmt durch Erhitzung in Leitungen und Geräten zurück. Derselbe Härtegrad bewirkt somit nicht unbedingt dieselben Kalkablagerungen. Auswirkungen auf die Haut oder den Waschmittelverbrauch bleiben bei gleicher Härte aber immer gleich.

 

Wieso wir Wasserhärte sagen

Wieso der Begriff „Härte“ hierfür verwendet wird, ist übrigens nicht genau geklärt. Von manchen Seiten hört man die Theorie, die Bezeichnung komme aus dem Bereich des Wäschewaschens. Hartes Wasser lässt die Wäsche nach dem Trocknen hart werden. Der Ausdruck könnte auch durch das Kochen entstanden sein. Ablagerungen, die beim Erhitzen entstehen, sind einfach „hart“. So oder so: Die Begriffe „hart“ und „weich“ haben sich über die Jahrhunderte eingebürgert.

Wieso Wasser im menschlichen Körper so wichtig ist

Ohne Wasser gibt es kein Leben. Alle uns bekannten Lebewesen bestehen zu einem großen Teil daraus. Wasser sorgt für den Austausch der Zellen untereinander und stellt so sämtliche lebensnotwendige Prozesse sicher. Auch im menschlichen Körper kommt dem Element eine wichtige Rolle zu. Wasser ist unser „Hauptbestandteil“ – mengenmäßig der wichtigste anorganische Teil unseres Körpers.

 

Der Wasseranteil im menschlichen Körper

Dass wir Menschen zu einem großen Teil aus Wasser bestehen, lernen wir schon in Kindheitstagen. Wie hoch ist der Anteil aber tatsächlich? Die Angaben in der Literatur darüber gehen stark auseinander. Das liegt daran, dass der Wasseranteil mit mehreren Faktoren zusammenhängt. Je höher der Körperfettanteil liegt, desto weniger Wasser befindet sich im Körper. Im Umkehrschluss besteht Muskelmasse aus sehr viel Wasser – bei Leistungssportlern ist der Wasseranteil deshalb etwa um 5% erhöht. Somit ist der Wasseranteil bei Männern höher als bei Frauen, da der weibliche Körper naturgemäß aus mehr Fettgewebe besteht. Auch das Alter spielt eine Rolle. Mit den Jahren trocknen wir zunehmend aus, sodass ein Kleinkind aus weit mehr Wasser besteht als ein alter Mensch.

Wieviel Wasser sich im menschlichen Körper befindet, kann also nur grob gesagt werden. Bei Kleinkindern liegt der Anteil über 70%. Ein erwachsener Mann besteht etwa zu 60% aus Wasser, eine Frau etwa zu 50%. Mit zunehmendem Alter sinken diese Werte auf unter 50% ab. Nimmt man als Beispiel einen Mann mit 80 Kilo, besteht dieser aus rund 50 Litern Wasser. Das sind immerhin 50 Kilogramm! Wie lebensnotwendig dieses Wasser ist, zeigt uns der Körper in Extremsituationen. Wer 15% seines Körpergewichts an Wasser verliert, stirbt. Unser 80 Kilo schwerer Beispiel-Mann überlebt einen Wasserverlust von 12 Litern nicht.

 

Wozu wir das Wasser brauchen

Wasser ist also essentiell für den Menschen. Es ist ein gutes Lösungs- und Transportmittel und ist deshalb für den Austausch von Stoffen verantwortlich. Wie etwa mithilfe von Blut. Die wohl wichtigste Körperflüssigkeit besteht zu 85 bis 95% aus Wasser. Auch das Gehirn ist ähnlich „flüssig“ – zwischen 85 und 90% Wasseranteil verzeichnet es. Nieren, Lunge und Leber sind zu etwa 80% durch Wasser aufgebaut. Das Herz und sämtliche Muskeln bestehen immerhin zu drei Vierteln aus Wasser.

Der menschliche Körper kann keine Wasservorräte anlegen. Um die lebensnotwendigen Funktionen zu erhalten, muss ständig Flüssigkeit zu sich genommen werden. Passt der Flüssigkeitshaushalt im Körper nicht, äußert sich das beispielsweise durch verringertes Konzentrationsvermögen, Kopf- und Bauchschmerzen und Schwindelgefühl. Bei zu wenig Wasser wird der Gehalt von Giftstoffen in den Körperflüssigkeiten erhöht. Der Körper entnimmt dann nämlich dem Blut einen Teil des Wassers. Somit wird das Blut auch dickflüssiger, für das Herz wird es anstrengender, es durch den Körper zu pumpen. Das Resultat sind Kreislaufbeschwerden oder auf lange Sicht ernsthafte Erkrankungen wie Nierensteine oder Thrombosen. Genug Wasser verhindert ein Austrocknen.

 

Viel Wasser trinken – aber wie viel?

Wassermangel entsteht, weil der Körper laufend Flüssigkeit ausscheidet. Etwa durch Schwitzen oder den Harn. Ist es im Sommer besonders heiß, betätigen wir uns körperlich oder essen sehr salzhaltig, wird der Flüssigkeitsbedarf gesteigert. Darüber, wie viel denn nun täglich getrunken werden sollte, scheiden sich die Geister. Ein Pauschalwert macht ohnehin wenig Sinn.

Der menschliche Körper benötigt etwa zwei bis drei Liter Flüssigkeit am Tag. Einen Teil davon nehmen wir bereits durch unsere Nahrung auf. Der Körper kann sich auch zu einem geringen Teil selbst mit Wasser versorgen, es entsteht nämlich als „Abfallprodukt“ bei manchen Prozessen. Der größte Teil des Wasserbedarfs muss aber durch Getränke aufgenommen werden. Mindestens eineinhalb bis zwei Liter Wasser sollten gesunde Menschen täglich trinken. Eine andere Berechnungsmethode schreibt vor, dass je Kilogramm Körpergewicht 0,03 Liter getrunken werden sollten. Bei unserem Beispiel-Erwachsenen mit 80 Kilogramm wären das also 2,4 Liter täglich. Sport, körperliche Anstrengung und viel Schwitzen erhöhen diesen Wert.

Leitungswasser ist optimal, um unseren Körper mit Flüssigkeit zu versorgen. In Europa hat es in der Regel höchste Trinkwasserqualität. Viele Gegenden müssen sich aber mit hartem Wasser herumschlagen. Auch wenn dieses nicht gesundheitsschädlich ist, schmeckt es vielen Menschen einfach nicht so gut, besonders bei der Zubereitung von Kaffee oder Tee gibt es geschmackliche Abstriche. Abhilfe kann da die Aufbereitung des Leitungswassers schaffen.

 

Was uns unser Durstgefühl sagt

Vielen fällt es schwer, sich an „Trinkregeln“ zu halten. Zwei Liter täglich sind besonders dann viel, wenn sich der Durst nicht meldet und man sich ständig zwingen muss, am Wasserglas zu nippen. Oft hört man, dass es bereits „zu spät“ ist, wenn der Durst sich meldet. Der Körper sei schon richtig am Austrocknen. Das Gegenargument zum Dauertrinken klingt aber auch plausibel: Der Durst ist dafür gemacht, dem Menschen mitzuteilen, wann er trinken soll. Wie so oft ist der Mittelweg der richtige. Prinzipiell ist es keinesfalls schlimm, auf sein Durstgefühl zu hören – wozu hätten wir es denn ansonsten? Wer jedoch immer nur dann trinkt, wenn der Durst schon richtig groß ist, versorgt den Körper auf Dauer zu wenig mit Flüssigkeit. Bewegt man sich aber wenig und ist es nicht besonders warm, braucht der Körper womöglich weniger Flüssigkeit, als die Trinkempfehlung sagt.

Manche Leute haben aber kein richtiges Durstgefühl. Das sind meist chronisch Kranke, alte Menschen und Kinder. Ältere Menschen brauchen oft auch weniger Flüssigkeit, somit ist das mitunter nicht unbedingt problematisch. Fühlen Sie sich betroffen, sollten Sie die passende Trinkmenge jedenfalls mit einem Arzt abklären.

Bei manchen Menschen ist auch die Wasseraufnahme durch die Nahrung sehr hoch. Wer gerne als Nachspeise mehrere Stücke Wassermelone nascht, ist danach nicht besonders durstig. Werden große Mengen von wasserhaltigem Obst und Gemüse verzehrt, kann manchmal auch nur ein Liter Wasser pro Tag ausreichen. Erfreulich für viele ist bestimmt, dass auch getrunkener Kaffee in die Viel-Trinken-Rechnung aufgenommen werden darf. Kaffee entzieht dem Körper nämlich bei weitem nicht so viel Wasser, wie lange angenommen wurde.

 

Das andere Ende des Spektrums – zu viel Wasser

Große Mengen Wasser über den Durst zu trinken, kann ebenfalls schädlich sein. Deshalb fällt es auch mitunter richtig schwer. Das Gehirn versucht dann nämlich, den Schluckreflex einzudämmen. Unter normalen Bedingungen bringt etwas zu viel Wasser keine negativen Folgen mit sich. Das Gegenteil eines Wassermangels ist die Wasservergiftung. Es gibt vereinzelt Fälle, in denen Marathonläufer gestorben sind, weil sie sich genau an Trinkregeln gehalten haben. Zu viel Trinken in solchen Extremsituationen kann den Natriumspiegel auf ein bedrohliches Niveau senken. Bei Freizeitsportlern sehen Ärzte aber keine derartigen Risiken. Ist die Niere gesund und funktioniert normal, sind Probleme durch zu viel Wasser eher unwahrscheinlich.

Wie hoch unser täglicher Wasserverbrauch wirklich ist

130 Liter Wasser verbrauchen wir täglich. Nimmt man das sogenannte virtuelle Wasser in die Rechnung auf, kommt man aber auf das dreißigfache davon.

Trinkwasserqualität – diese Gesetze schützen unser Wasser

Je besser das Trinkwasser ist, desto gesünder leben Menschen, Tiere und Pflanzen. In Österreich erreicht uns üblicherweise hochwertiges Wasser über die Leitungen. Sichergestellt wird das in erster Linie durch die Trinkwasserverordnung, die sich mit den Anforderungen der Wasserqualität beschäftigt. Sie behandelt dabei aber nicht Mineralwässer. Dafür gibt es ein gesondertes Gesetz (Mineralwasser- und Quellwasserverordnung), weil andere Anforderungen gelten.

Weil Wasser als Lebensmittel in Verkehr gebracht wird, muss es auch den Bestimmungen des Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetzes entsprechen. Einen eigenen Abschnitt zum Thema Wasser gibt es hier aber nicht. Es müssen einfach sämtliche geltende Hygienevorschriften auch für Trinkwasser eingehalten werden. Eine weitere wichtige Quelle ist das österreichische Lebensmittelbuch. Das ist zwar keine Rechtsvorschrift, aber ein „objektiviertes Sachverständigengutachten“. Hier finden sich Qualitätskriterien, die zum Teil über die Trinkwasser Gesetze hinausgehen. Dazu gehört etwa, mit welchen Methoden Wasser desinfiziert werden darf oder wie es in Notfällen haltbar gemacht werden darf.

Im ganzen Wirrwarr der Paragraphen, Verordnungen und Richtlinien ist es gar nicht so leicht zu erkennen, was nun wirklich wichtig ist. Wir haben uns intensiv mit den Gesetzestexten beschäftigt und das Wesentliche zusammengefasst.

 

Anforderungen an unser Trinkwasser

Trinkwasser darf die menschliche Gesundheit nicht gefährden. Das bedeutet, dass sämtliche Fremdstoffe nur in einer gewissen Anzahl vorkommen dürfen, die nicht gesundheitsschädlich ist. Und das auch, wenn Sie das Wasser ihr ganzes Leben lang trinken. Gemäß Trinkwasserverordnung gibt es somit Grenzwerte für chemische Stoffe und für Mikroorganismen.

Im Lebensmittelbuch sind weitere Qualitätskriterien angeführt. Wasser, das von Natur aus hochwertig ist, soll vorwiegend die Trinkwasserversorgung sicherstellen. Solches ist aber nicht immer verfügbar. Werden andere Wässer verwendet, soll bei der Gewinnung die bestmögliche Qualität sichergestellt werden. Entspricht das Wasser den hohen Anforderungen nicht, darf es aufbereitet werden. Durch die Aufbereitung werden entweder die Trinkwasserqualität sichergestellt oder technische Merkmale verbessert. Wenn etwa der pH-Wert nicht stimmt, könnte das Wasser Leitungsrohre beschädigen – solche Eigenschaften müssen dann verändert werden. Häufiger wird das Wasser aber desinfiziert. Die Verfahren, die dabei zum Einsatz kommen dürfen, sind klar definiert. Neben verschiedenen Behandlungen mit Chlor, darf auch die UV-Bestrahlung zum Einsatz kommen und die Desinfektion mit Ozon.

 

Regelmäßige Kontrollen sichern Trinkwasserqualität

Damit die Trinkwasserqualität auch passt, wird sie laufend geprüft. Die Versorgungsanlagen sind zur sogenannten Eigenkontrolle verpflichtet. Kleine Anlagen müssen nur einmal im Jahr das Wasser untersuchen lassen, große Versorger bis zu 48 Mal jährlich. Die Proben müssen an „geeigneten Stellen“ genommen werden. Normalerweise sind das die Stellen, an denen das Wasser die Anlage verlässt. Soll etwa die Wirksamkeit einer Desinfektionsmaßnahme getestet werden, wird die Überprüfung womöglich zusätzlich an einer anderen Stelle stattfinden.

Zusätzlich zu den normalen Grenzwerten gibt es auch noch den sogenannten Indikatorparameterwert. Dieser ist höher als der dazugehörende Grenzwert angesetzt. Wird er überschritten, muss der Ursache nachgegangen werden.

Die chemischen Stoffe und Mikroorganismen, die dabei untersucht werden, finden Sie hier und hier noch einmal aufgelistet. Überschreitet das Wasser diese Grenzwerte, muss der Versorger Maßnahmen setzen. Der Betreiber der Wasserversorgungsanlage muss innerhalb von 30 Tagen wieder einwandfreie Qualität zur Verfügung stellen können. Ein solcher Fall darf aber keinesfalls still und leise über die Bühne gehen. Der Betreiber muss die Wasserabnehmer informieren, wie hoch der gemessene Wert ist und wo der Normalwert liegt. Außerdem sind Vorsichtsmaßnahmen anzugeben. Wichtig ist natürlich, dass die Information alle Abnehmer erreicht, etwa durch einen geeigneten Aushang.

 

Ausnahmen durch den Landeshauptmann – kurzfristige Schlupflöcher

In Extremsituationen darf das Wasser einen Grenzwert für einen längeren Zeitraum überschreiten. Das betrifft chemische Belastungen. Wird ein erhöhter Wert gemessen und kann die Trinkwasserversorgung nicht auf andere Weise hergestellt werden, kann eine Aussetzung beantragt werden. Dazu stellt der Betreiber der Wasserversorgungsanlage einen Antrag an den Landeshauptmann.

Der Landeshauptmann kann dann einen Bescheid ausstellen, der die Überschreitung der Grenzwerte erlaubt. Das darf für maximal drei Jahre passieren. Im Bescheid wird eine zeitliche Befristung festgelegt und auch um wie viel das Wasser den Grenzwert überschreiten darf. Gleichzeitig startet ein Überwachungsprogramm – etwa mit häufigeren Untersuchungen des Wassers.

Für Belastungen in geringem Ausmaß, die Wasserversorger innerhalb von 30 Tagen beseitigen können, braucht es keinen Ausnahmebescheid.

 

So wissen Sie, wie es um Ihr Wasser steht

Zu den Pflichten von Betreibern von Wasserversorgungsanlagen gehört auch, die Abnehmer zu informieren. Einmal jährlich müssen sie über die aktuelle Qualität berichten. Das geschieht in der Regel über die Wasserrechnung oder die Gemeindezeitung. Folgende Messwerte müssen in den Qualitätsberichten angegeben werden:

  • Nitrat
  • Pestizide
  • Wasserstoffionenkonzentration (pH-Wert)
  • Gesamthärte
  • Carbonathärte
  • Kalium
  • Calcium
  • Magnesium
  • Natrium
  • Chlorid
  • Sulfat

Viele Betreiber stellen diese Messdaten außerdem auf ihrer Homepage zur Verfügung. Sie finden weder die letzte Wasserrechnung noch Informationen im Internet? Sie können sich auch bei einem kurzen Telefonat mit Ihrem Versorger erkundigen, wie es um die Wasserqualität steht.

In manchen Fällen ist es möglich, dass die Wasserqualität stark schwankt. Vor allem im Sommer ist das hin und wieder der Fall. Wenn es besonders trocken ist, werden manchmal Wässer aus verschiedenen Quellen zur Trinkwasserversorgung vermischt. Dann muss jedenfalls auch die Schwankungsbreite angegeben werden.

Das Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz legt außerdem fest, dass einmal jährlich der Trinkwasserbericht zu veröffentlichen ist. Dieser Bericht gibt Aufschluss über die Wasserqualität sämtlicher großer Wasserversorgungsanlagen. Darunter fallen solche, die über 1000 Kubikmeter Wasser am Tag zur Verfügung stellen oder mindestens 5000 Personen versorgen.

 

Sicher ist sicher – wann ein eigener Wassertest notwendig ist

Diese strengen Auflagen und regelmäßigen Kontrollen gelten nur für Wasserversorgungsanlagen. Ein Zehntel der Österreicherinnen und Österreicher versorgt sich aber selbst mit Wasser – über einen Hausbrunnen. Kontrollen vernachlässigen sie aber oft. Die Empfehlung der Regierung lautet, Hausbrunnen mindestens einmal jährlich umfangreich untersuchen zu lassen. Nur mit einem Wassertest lässt sich Handlungsbedarf erkennen.

Ein anderes Problem bei der Trinkwasserqualität sind oft die Leitungen im Haus. Besonders wenn sie schon sehr alt sind, können sie gefährliche Stoffe abgeben – in manchen Altbauhäusern etwa gibt es noch immer Bleirohre. Haben Sie den Verdacht, dass mit Ihren Leitungen etwas nicht stimmen könnte, können Sie dem ebenfalls mit einem Wassertest nachgehen.

Wasser: unserem Körper und Wohlbefinden zuliebe

Waren Sie nach einem Urlaub in einem fremden Land schon einmal richtig froh, das Wasser aus der Leitung wieder unbekümmert trinken zu können? Im internationalen Vergleich ist die Wasserqualität in Mitteleuropa top. Unser Körper ist tagtäglich auf genügend Wasserzufuhr angewiesen, auch bei der Körperpflege geht es nicht ohne das kühle Nass. Wie sich unser Trinkwasser dabei gesundheitlich auswirkt, lesen Sie hier.

 

Ohne Wasser kein Leben

Bestimmt haben Sie auch schon das eine oder andere Mal gehört, dass Wasser der Hauptbestandteil in allen Lebewesen ist. Bei Kleinkindern liegt der Wasseranteil bei über 70%, mit zunehmendem Alter trocknen wir regelrecht aus, bis wir im hohen Alter nur mehr zu etwa 45% aus Wasser bestehen.

Wasser ist im menschlichen Körper für viele lebensnotwendige Prozesse unverzichtbar. Wer zu wenig trinkt, kann sich nur schwer konzentrieren, leidet unter Kopfschmerzen oder Schwindelgefühl. Auf lange Sicht kann es sogar zu ernsthaften Erkrankungen kommen. Ausreichend zu trinken ist also wichtig, um gesund zu bleiben.

 

Sporteln, Schwitzen, Trinken – was Sie beachten sollten

Wer Sport treibt, schwitzt. Dadurch verhindert der Körper eine gefährliche Überhitzung. Problematisch dabei ist in erster Linie der Flüssigkeitsverlust, aber auch die Ausscheidung von lebenswichtigen Mineralstoffen. Richtiges Trinken beim Sport ist also ganz wesentlich, um sich fit zu halten. Und in vielen Sportarten kann es sogar zwischen Sieg und Niederlage entscheiden, weil mit einem Flüssigkeitsverlust auch die Konzentrationsfähigkeit abnimmt.

 

Wasser für die Jüngsten: Tipps zur Babynahrung

Passt das Leitungswasser für mein Baby? Eine Frage, die sich viele Eltern stellen. Die Antwort lautet grundsätzlich ja, sicherheitshalber ist ein Wassertest aber nicht schlecht. Viele Eltern kochen vorsichtshalber das Leitungswasser ab, ob das wirklich notwendig ist, darüber scheiden sich aber die Geister. Problematisch kann für manche Kinder der Kalk im Wasser werden. Durch Abkochen lässt sich dieser aber nicht ganz entfernen.

Wasser als Getränk ist während des Stillens oder der ersten Fläschchen-Zeit nicht notwendig. Beginnt man aber, dem Baby Wasser als Getränk anzubieten, sollte ganz genau auf einige Inhaltsstoffe geachtet werden.

 

Das macht kalkhaltiges Wasser mit unserer Haut

Kalk im Wasser zählt zu den häufigsten Problemen, die bei unserem Leitungswasser auftreten. Während die Probleme im Wasserkocher und Co. sehr gut sichtbar sind, fällt uns oft weniger auf, was der Kalk mit unserer Haut macht. Kalk verringert die Waschleistung von Seife und Duschgel, Reste von Mineralien lagern sich auf der Haut ab. Nicht alle Menschen merken den Unterschied zwischen weichem und hartem Wasser. Bei empfindlicher Haut führt der Kalk aber zu verschiedensten Irritationen. Wenn Sie nach einem Urlaub an einem Ort mit weichem Wasser bereits Verbesserungen spüren konnten, sollten Sie vielleicht einmal Ihr Wasser überprüfen lassen.

 

Wie sich hartes und weiches Wasser bei der Haarpflege auswirkt

Krausemähne oder glatt und ohne Volumen? Mit unseren Haaren kämpfen wir oft bei der täglichen Pflege. Auf einen wesentlichen Faktor vergessen wir aber meist – das verwendete Wasser. Ist es sehr kalkhaltig, können sich Mineralien in den Haaren festsetzen, ist es sehr weich, bleiben mitunter Produktrückstände zurück. So wirkt sich die Zusammensetzung des Wassers auf mehrere Ebenen aus – das Aussehen der Haare, wie leicht sie sich stylen lassen und welche Pflegeprodukte benötigt werden. Am Blog geben wir Tipps, wie Sie Ihre Haare bestmöglich in den Griff bekommen.

Trinken beim Sport: Richtig schwitzen, richtig trinken

Bei Muskelarbeit wird chemische Energie in mechanische Energie und Wärme umgewandelt. Der Wirkungsgrad beträgt dabei nur 25%, das heißt die restliche Energie geht als Wärme “verloren“: Uns wird heiß. Bei intensiver körperlicher Aktivität ist der Körper gezwungen, die erzeugte Wärme über den Schweiß nach außen abzugeben, um eine gesundheitsschädigende Überwärmung des Organismus zu vermeiden. Ansonsten würde die Körperkerntemperatur zu sehr erhöht werden.

Wer also Sport treibt, schwitzt. Schwitzen muss kein Zeichen eines schlechten Trainingszustandes sein, im Gegenteil – wer gut ausdauertrainiert ist, kann auch gut schwitzen. Schwitzen ist für die Wärmeregulation des Organismus notwendig, damit die Körperkerntemperatur nicht auf ein gefährliches Niveau ansteigt, was zum Hitzeschlag führen könnte. Wie wichtig die durch ausreichendes Schwitzen am effektivsten mögliche Wärmeabgabe bei längerdauernder körperlicher Belastung ist, soll das Beispiel Marathonlauf veranschaulichen. Spitzen-AthletInnen absolvieren ihn mit einer Körpertemperatur von bis zu 40 Grad Celsius!

Wie viel wir schwitzen, hängt mit einigen Faktoren zusammen. Bei intensiver Leistung, hoher Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit steigt der Schweißverlust. Wer viel und andauernd schwitzt, verliert eine nicht unbeträchtliche Menge an Körperwasser. Dies geht zu Lasten der Flüssigkeit in den Körperzellen, dem Zwischenzellraum sowie letztlich auch dem Blutplasma, also dem aus Wasser bestehenden Teil des Blutes. Die Folge ist eine Abnahme der Durchblutung, wodurch der Körper schlechter mit Sauerstoff versorgt wird und „Abfallprodukte“ weniger gut abtransportiert werden können.

 

Gesundheitliche Risiken beim Schwitzen

Bei Sportlern, die in warmem Klima trainieren, kann ein größerer Flüssigkeitsverlust beträchtliche gesundheitliche Probleme verursachen, vor allem durch Überhitzung des Körpers bis hin zum Hitzekollaps und Hitzschlag. Schweißraten, die 2 Liter pro Stunde überschreiten, sind nicht ungewöhnlich. Die Folgen sind nur in wenigen Fällen fatal, erst ein Wasserverlust von 10% des Körpergewichts führt zu ernsthaften Symptomen, eine Dehydration von 15% ist meist schon tödlich. Aber auch relativ kleine Schweißverluste reduzieren bereits die Leistungsfähigkeit.

Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben, dass ein Wasserverlust von bereits 2% des Körpergewichts die Leistungsfähigkeit deutlich beeinträchtigt. Dies entspricht bei den meisten Menschen einem Schweißverlust von weniger als zwei Litern. Vor allem in Sportarten, wo zwischen Sieg und Niederlage Bruchteile von Sekunden entscheiden, beeinflusst ein solch nachteiliger Effekt nicht nur das Endresultat, sondern auch den dabei empfundenen subjektiven Ermüdungsgrad.

 

Richtiges Trinken ist entscheidend

Die Flüssigkeitszufuhr spielt beim Sport also eine große Rolle. Wer viel schwitzt, verliert nicht nur Wasser, sondern auch Natrium. Der Verlust an Mineralstoffen muss ebenfalls ausgeglichen werden. Dazu eignet sich bestens ein Wasser mit hohem Natriumgehalt. Wenn Sie zu einem Mineralwasser greifen, sollte dieses lieber kohlesäurefrei oder –arm sein. Das reizt den Magen weniger und vermeidet Schluckauf.

Am Markt sind verschiedene Sportgetränke erhältlich. Elektrolyt- und Isotonische Getränke müssen eine bestimmte Zusammensetzung aufweisen. Die enthaltenen Mineralstoffe können schnell vom Körper aufgenommen werden und ersetzen Wasser- und Energieverluste schnell. Ausgerichtet sind solche Getränke in erster Linie für Hochleistungssportler. Im Breitensport lassen sich mit verdünnten Fruchtsäften in der Regel die gleichen Ergebnisse erzielen. Die Finger lassen sollten sie jedenfalls von Softdrinks und koffeinhaltigen Getränken – solche können den Körper regelrecht weiter austrocknen.

Lifestyle zum Trinken

Für die großen Getränkemultis wurde es längst zum Kerngeschäft. Flaschenwasser avancierte zum meistgekauften Getränk der Welt – das ist aus ökologischer Sicht eine Katastrophe. Der Vertrieb von abgefülltem Wasser wächst seit 2008 jährlich weltweit um sechs Prozent, schreibt die „Financial Times“. Die großen Konzerne Danone, Nestle, Coca-Cola und Pepsi kämpfen um die Anteile am Markt. Ihr lukrativstes Geschäft sind nicht mehr Softdrinks, sondern schlicht und einfach gewöhnliches Wasser.

Verbrauch verdoppelt

Vor allem in Asien, China und Indien – wo es die Regierungen nicht immer schaffen, die schnell wachsenden Städte permanent mit sauberem Trinkwasser zu versorgen – wächst der Markt enorm. Chinas Verbrauch von Flaschenwasser hat sich in fünf Jahren sogar verdoppelt, von 17 Milliarden auf 33 Milliarden Liter pro Jahr.

Doch auch in der westlichen Welt wird Wasser zunehmend im Supermarkt gekauft. „Die Wachstumsraten sind hier ähnlich wie in den Schwellenländern“, sagte Marco Settembri, Geschäftsführer von „Nestle Wasser“ zuletzt gegenüber der „Financial Times“. Vor allem die Sorge um Gesundheit und Übergewicht steigere die Nachfrage von Wasser aus der Flasche. Der österreichische Fachverband der Nahrungs- und Genussmittelindustrie gab bekannt, dass der durchschnittliche Österreicher 2014 rund 90 Liter Flaschenwasser nach Hause trug – 1970 waren es noch sechs. Die heimischen Getränkeunternehmen haben im Vorjahr um die 750 Millionen Liter Wasser in Flaschen gefüllt.

 

Erstaunlicher Marketingtrick

In Europa und den USA wurde Wasser in den vergangenen Jahren zum angesagten Lifestyle-Produkt. Der Werbeindustrie ist erstaunliches gelungen. Sie vermarktet ein Produkt, das eigentlich schon jeder zu Hause hat, und fährt damit unglaubliche Gewinne ein. Auf den Etiketten der Flaschen locken reine Quellen, schneebedeckte Berggipfel oder kristallklare Seen. Sie sollen Reinheit, Vitalität und einen gesunden Lebensstil suggerieren. Erfolgreiche Geschäftsfrauen schlürfen in der Fernsehwerbung Mineralwasser. Anstatt zum Hahn greifen die Menschen immer öfter zur Flasche.
Dabei ist die Qualität von handelsüblichem Mineral- oder Tafelwasser in vielen Ländern keineswegs besser als die von Leitungswasser. Ganz im Gegenteil – Leitungswasser untersteht einer Vielzahl von Tests, es ist das am besten überprüfte Lebensmittel der Welt. Viele Mineralwasser aus dem Supermarkt enthalten weniger Mineral­stoffe und haben außerdem ein Problem mit Keimen, wie die Stiftung Warentest in einer Studie bekanntgab.

Und auch in puncto Preis kann Wasser aus der Flasche nicht mit Leitungswasser mithalten. Ein Liter Mineralwasser kostet etwa in Österreich im Durchschnitt 50 Cent, für den man laut dem Wasserreport der Arbeiterkammer (AK) rund 400 Liter Leitungswasser bekommen könnte – ohne sie kistenweise nach Hause zu schleppen. Abgesehen von Qualität und Preis spielt die ökologische Komponente eine nicht zu unterschätzende Rolle. Nur 20 Prozent der verwendeten Plastikflaschen werden nämlich recycelt. Der Rest sammelt sich zu unüberschaubaren Müllbergen an, riesige Plastikinseln in unseren Meeren sind lebensbedrohlich für zahlreiche Tiere.

Wasser in der Babynahrung: Was Sie beachten sollten

Vor allem beim ersten Kind sind Eltern schnell besorgt und überfürsorglich. Die Angst, etwas falsch zu machen, ist groß. In gewissen Bereichen ist es wichtig, sich umfangreich zu informieren und gewisse „Regeln“ einzuhalten. Bei anderen Problemen hört man besser auf das Bauchgefühl. Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um die Verwendung von Wasser in der Säuglingsnahrung. Damit Sie wissen, wann Sie auf Ihre Intuition hören können und wann lieber nicht.

 

Darf ich Leitungswasser verwenden?

Grundsätzlich lässt sich diese Frage mit einem klaren Ja beantworten. Das Leitungswasser in Österreich ist prinzipiell von hoher Qualität und wird strenger kontrolliert als Mineralwasser. Die kontrollierten Grenzwerte orientieren sich aber an Erwachsenen. Sind Sie unsicher, ob die Qualität auch für Babys passt, können Sie ganz einfach beim Wasserwerk nachfragen. Etwas schwieriger gestaltet sich das bei einem Hausbrunnen. Hier ist ein Wassertest ratsam, der sich genau an den Bedürfnissen von Babys und Kleinkindern orientiert.

Entscheidend für die Wasserqualität sind aber die letzten Meter, also die Wasserrohre im Haus. Hierfür kann der Wasserversorger keine Garantie übernehmen. In manchen alten Häusern gibt es heutzutage noch Bleirohre, kommt das Wasser aus solchen, ist es definitiv nicht für Säuglingsnahrung geeignet. Auch Kupferrohre können problematisch sein. Vorsichtig sollten Sie hier bei Neubauten sein, da in den ersten drei Jahren durch die Rohre relativ viel Kupfer ins Wasser abgegeben wird. Im Zweifelsfall erspart Ihnen ein Wassertest unangenehme Überraschungen oder das Schleppen von gekauftem Wasser.

Prinzipiell gilt, das Wasser immer erst ablaufen zu lassen. Steht es längere Zeit in der Leitung, spricht man von sogenanntem Stagnationswasser, das viele Stoffe aus der Leitung aufnimmt und mitunter auch eine höhere Keimzahl aufweist. Auch wenn der Wasserhahn nur eine Stunde nicht aufgedreht wurde, ist das stehende Wasser schon ungeeignet. Lassen Sie es solange abfließen, bis es gleichmäßig kühl ist. Meist braucht es dazu zwischen zwei und fünf Litern. Ob Leitungswasser vor der Verwendung abgekocht werden muss, ist umstritten. Manche Ärzte empfehlen, das Wasser in den ersten sechs Lebensmonaten des Babys abzukochen. Andere sind der Ansicht, dass so Allergien gefördert werden. 

 

Unser Wasser zuhause ist sehr kalkhaltig. Schadet das meinem Kind?

Kalk sieht unappetitlich aus, wenn er sich im Wasserkocher ablagert. Aber keine Sorge: der weiße Belag besteht aus den Mineralien Calcium und Magnesium, die keine Gefahr für den menschlichen Organismus darstellen. Prinzipiell sind sie sogar gesund. In der geringen Menge, in der sie in unserem Trinkwasser vorkommen, wirkt sich das aber kaum auf den menschlichen Körper aus.

Der Körper von Babys kann aber manchmal noch nicht so gut mit den Mineralstoffen umgehen. Bei empfindlichen Kindern kann hartes Wasser deshalb zu Blähungen und Verstopfung führen. Bei der Zubereitung von Fläschchen machen manche Eltern ebenfalls schlechte Erfahrungen mit kalkhaltigem Wasser. Das Milchpulver löst sich darin schlecht auf. Deshalb enthärten manche Eltern ihr Wasser. Vorsicht ist aber bei Filterkannen geboten: Diese verkeimen sehr schnell und können so Babys deutlich mehr belasten, als das ungefilterte Wasser.

 

Soll mein Baby zusätzlich zur Muttermilch oder zum Fläschchen Wasser trinken?

Babys, die gestillt werden oder mit Pulver angerührte Milch bekommen, brauchen keine zusätzliche Flüssigkeit. Sobald mit Beikost angefangen wird, ist es sinnvoll, dem Kind ein Getränk anzubieten. Verzweifeln Sie aber nicht, wenn es anfangs nicht trinken möchte. Solange Sie es noch überwiegend mit Milch füttern, braucht es keine weitere Flüssigkeit. Erst wenn das Baby mehr Breimahlzeiten oder Beikost als Milch bekommt, sollte es zusätzlich trinken.

Auch in heißen Sommern ist zu Beginn kein zusätzliches Trinken notwendig. Ist es wirklich sehr heiß, bieten Sie dem Kind einfach öfter die Brust oder das Fläschchen an. Eine schlechte Idee ist es, Säuglingsnahrung mit Wasser zu strecken. Das Pulver sollte immer genau nach Vorgabe mit Wasser vermischt werden, da es so perfekt auf die Bedürfnisse des Babys angepasst ist. Manchmal kommen dennoch Zweifel auf, ob das Kind denn genügend Flüssigkeit zu sich nimmt. Ist dreimal am Tag die Windel nass, gibt es keinen Grund für solche Zweifel.

 

Was sollte mein Kind zur Beikost trinken?

Für die ersten Getränke in Babys Leben gilt: je natürlicher, desto besser. Ist Ihr Leitungswasser für Babys geeignet, ist es perfekt als Getränk. Bei gekauftem Wasser sollten Sie auf die Werte für Nitrat und Natrium achten. Nitrat sollte maximal zu 10 Milligramm pro Liter enthalten sein, Natrium zu 20 Milligramm. Besonders die Werte für Natrium liegen oft weit darüber, da es hierfür keine Grenzwerte in Mineralwässern gibt. Ebenfalls nicht geeignet ist Wasser mit Kohlensäure. Die Säure kann für Blähungen sorgen oder den Zahnschmelz bei ersten Zähnchen angreifen.

Manche Eltern greifen gerne zu speziellen Babytees als Getränk. Hier ist es wichtig, auf natürliche Inhaltsstoffe zu achten und den Tee nicht zu süßen. Manche Tees sind aufgrund der Inhaltsstoffe eher als Arzneimittel zu betrachten. Fragen Sie am besten Ihren Kinderarzt, welchen Tee er empfiehlt. Definitiv nicht geeignet für die Kleinsten sind koffeinhaltige Getränke wie Schwarztee oder Cola. Auch Limonaden sind aufgrund des Zuckergehalts und der Kohlensäure tabu. Fruchtsäfte hingegen sind in Ordnung, wenn sie verdünnt werden. Sie sollten aber eher eine Ausnahme bilden. Trinkt das Kind von frühauf zuckerhaltige Getränke, kann das schon vor dem Durchbrechen der ersten Zähne zu Karies führen.